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Es ist vielen von euch sicherlich bekannt, das in den USA seit einigen Jahren, genauer gesagt seit Mitte 1999 das Projekt SETI läuft. Der Begriff SETI ist eine Abkürzung und steht für: "The Search for ExtraTerrestrial Intelligence", also die Suche nach außerirdischem Leben. Die Suche nach “E.T.” von zu Hause aus. Handelt es sich hierbei um einen Scherz, oder einen kleinen Gag? Die Antwort: NEIN -  SETI@home ist ein ernsthaftes, wissenschaftliches Experiment der berühmten Universität von Kalifornien, Berkeley (USA). Es werden mit dem Internet verbundene Computer zu einer Suche nach ausserirdischer Intelligenz genutzt. Dieses Verfahren nennt man "verteiltes Rechnen”. Bereits seit den 50er Jahren befassen sich Forscherteams damit den Weltraum nach möglichen Signalen von fremden Welten abzusuchen.

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Mittlerweile läuft Seti@Home unter BOINC - inzwischen auch relativ stabil.  

BOINC =  (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing)

SETI Classic kam nur noch sporadisch zum Einsatz (wenn für SETI II keine Arbeit kam). Mittlerweile ist SETI Classic abgeschaltet und es laufen bei mir unter BOINC auch noch “LHC@Home” (Simulationen für den Bau des neuen LHC Teilchenbeschleunigers am CERN) und “Predicter@Home” (erprobt Methoden zur Vorhersage von Proteinfaltung), sowie EINSTEIN@home - eines der Projekte ist immer mal down und eins läuft eigentlich immer! (mehr zu BOINC und den verschiedenen Projekten auf www.boinc.de) Aber die Suche nach Ausserirdischen ist eigentlich immer noch am spannendsten ...

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In Puerto Rico steht ein riesiges und sehr empfindliches Radioteleskop (eines der größten der Erde). Es handelt sich um das “Arecibo Radio Observatory” das in die tiefen des Weltalls hineinhört. Hierbei entsteht eine unvorstellbare Datenflut. Selbst die größten und schnellsten Computer der Welt hätten Problem diese Datenmenge zu bewältigen, v.a. unter Berücksichtigung der Faktoren: Kosten und Zeit. Und so kamen einige findige Mitarbeiter auf die Idee, die Auswertung all jenen Computer zu überlassen, die bei den Menschen zu Hause stehen und mit dem Internet verbunden sind. Den die Prozessoren dieser Computer tun meistens: Nichts!!! Sie befinden sich im Ruhezustand. Selbst während ich diese Zeilen schreibe hat mein PC fast gar nichts zu tun.

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Die Schüssel hat einen Durchmesser von 305 Metern und ist über 50 Meter tief.


Die Daten, die das Radio Observatorium "aufnimmt" werden in handliche kleine Datenpakete (~340kB) aufgeteilt, und an PCs in der ganzen Welt verteilt. Ein frei erhältliches Programm, das als Klient auf den PCs installiert wird analysiert diese Datenpakete. Diese Analysenergebnisse werden dann an die Universität von Kalifornien, Berkeley zurückgeschickt, wo sie mit anderen Datenpaketen verglichen und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Der SETI@home-Teilnehmer, dessen Datenpaket zur Entdeckung eines Aliensignals führt, wird offiziell als Co-Entdecker benannt werden und so in die Geschichte der Astronomie eingehen! Derzeit ist meine Chance 1 : 5,0 Millionen, und sie wird täglich kleiner - meine Chance. Aber was soll’s.

Das SETI@home-Projekt wird überall in der Welt von Schulen, staatlichen Einrichtungen, Universitäten, Firmen (z.B. NASA, SUN, Microsoft, Paramount Pictures, FujiFilm, IBM, Intel, Hewlett Packard, CERN u.v.m.) in unterschiedlichster Form unterstützt. Zum einen durch die Möglichkeicht des Sponsoring, zum anderen durch Rechenpower (diverse Teamstatistiken der Firmen beweisen, dass viele Firmenrechner das SETI@home-Programm laufen lassen!).

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